13.11.2016
18:27
 

Mobilfunk | mobilezone greift in Deutschland an

Gerade flimmerte ein Werbespot von „Deinhandy.de“ über den Bildschirm. Und auch wenn einem das Impressum eben dieser Seite noch nichts sagt, so wird die Sache klarer, wenn man sich dazu noch die Seite „Deinhandy.ch“ aufruft. Nicht nur, dass sich die Seiten zum Verwechseln ähnlich sehen. Auf „Deinhandy.ch“ ist auch ganz offen zu sehen, wer da hinter steckt: mobilezone.

Es wurde lange zuvor angekündigt, dass sich die schweizerisch mobilezone [ISIN:CH0276837694] das Online-Knowhow ihrer deutschen Akquisition EinsAmobile zu Nutze machen würde. In der Schweiz tut man dies schon eine Weile. Nun ist es also auch in Deutschland soweit. Man darf gespannt sein, wie sich dies zum einen für mobilezone auszahlt, und zum anderen, wie die deutschen Platzhirsche freenet [ISIN:DE000A0Z2ZZ5], Drillisch [ISIN:DE0005545503] und United Internet [ISIN:DE0005089031] darauf reagieren. Der Wettbewerb unter den sogenannten Mobile Virtual Network Operator, kurz MVNO, also jenen Mobilfunkanbietern ohne eigenen Netz, ist ohnehin schon hart.

Die norddeutsche freenet hatte Anfang 2016 mit einer rund 25 Prozent Beteiligung an der Schweizer Sunrise [ISIN:CH0267291224] den ersten Schritt im grenzüberschreitenden Wettbewerb gemacht. Was five-alive dazu schrieb, lesen Sie hier: freenet AG | der falsche Schweizer Weitere grenzüberschreitende Konsolidierungsschritte des einen oder anderen Marktteilnehmers erscheinen in diesem Umfeld mehr als nur wahrscheinlich. Wie sich in diesem Umfeld die Schweizer mobilezone positioniert, hängt mitunter auch von deren Großaktionär Martin Ebner ab. Möchte er das Unternehmen eher weiterentwickeln, oder wäre er ein dankbarer Verkäufer? Bisher sieht es nach ersterem aus. Aber wie so oft im Leben, ist auch dies sicher nur eine Frage des Preises. Und Geld ist derzeit bekanntlich billig.

Mehr zu mobilezone lesen Sie unter anderem hier: mobilezone | die schweizer freenet?

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Karsten Koos ist Vorstand der five-alive AG, Social Trader auf wikifolio.com und über das Family Office "five-alive" Anteilseigner der GSC Holding AG.

Hinweis: Der Artikel wurde mit größter Sorgfalt erstellt. Für die Richtigkeit der in der Analyse enthaltenen Aussagen, Prognosen und Angaben wird jedoch keine Gewähr übernommen. Der Inhalt dient lediglich der Information und beinhaltet keine Vermögensberatung und keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder anderen Finanzprodukten. Eine Haftung für Vermögensschäden ist ausgeschlossen. Der Autor erklärt, dass er, oder ihm nahestehende Personen oder Institutionen im Besitz von Finanzinstrumenten sein können, auf die sich dieser Artikel bezieht. Hierdurch besteht die Möglichkeit eines Interessenkonfliktes.

 

26.10.2016
13:49
 

Interview - DER AKTIONÄR TV - "100 Euro fairer Wert bei Bayer"

Aus dem DAX hat heute Bayer Zahlen vorgelegt. Zunächst nahmen die Anleger die Bilanz positiv auf. Die Aktie war vorbörslich im Plus. Kurz nach Handelsstart drehte die Aktie allerdings ins Minus. GSC Research bewertet die Zahlen positiv. Die negative Reaktion der Anleger könnte am aktuell rücklüfigen Marktumfeld heute und der Monsanto-Thematik liegen.

Außerdem werden die aktuellen Entwicklungn bei Krones, Norma Group, Airbus und Wirecard analysiert sowie die weiteren Chancen der Aktien aus Anlegersicht besprochen. Unter dem nachfolgenden Link ( http://www.deraktionaer.tv/video/experte-langhorst-100-euro-fairer-wert-bei-bayer-50186499.html ) finden Sie ein aktuelles Statement von Alexander Langhorst von GSC Research zu diesen und weiteren Fragenstellungen in DER AKTIONÄR TV (früher DAF).

Weitere Interviews mit GSC bei "DER AKTIONÄR TV" (früher: DAF) können unter dem nachfolgenden Link (http://www.deraktionaer.tv/suche.html?q=langhorst) abgerufen werden.

Alexander Langhorst

28.09.2016
17:58
 

Interview - DER AKTIONÄR TV - "Kein Anlass in Banken zu investieren"

Kommt es bei der Deutschen Bank zu Staatshilfen oder zur Kapitalerhöhung? Welche Auswirkung wird der geplante Stellenabbau und der mögliche Verzicht auf die Dividende bei der Commerzbank haben?

Unter dem nachfolgenden Link ( http://www.deraktionaer.tv/video/experte-langhorst-kein-anlass-in-banken-zu-investieren-50186272.html ) finden Sie ein aktuelles Statement von Alexander Langhorst von GSC Research zu diesen und weiteren Fragenstellungen in DER AKTIONÄR TV (früher DAF).

Weitere Interviews mit GSC bei "DER AKTIONÄR TV" (früher: DAF) können unter dem nachfolgenden Link (http://www.deraktionaer.tv/suche.html?q=langhorst) abgerufen werden.

Alexander Langhorst

14.09.2016
13:14
 

Interview - DER AKTIONÄR TV - Personeller Restart bei Linde positiv

Unter dem nachfolgenden Link ( http://www.deraktionaer.tv/video/aktienexperte-langhorst-linde---personeller-restart-positiv-50186151.html  )  finden Sie ein aktuelles Statement von Alexander Langhorst von GSC Research in DER AKTIONÄR TV (früher DAF). In dieser Ausgabe geht es um eine aktuelle Einschätzung zu den personellen Veränderungen bei Linde,  auf die Stimmung an den Märkten und den anstehenden Zinsentscheid der FED. Zudem wird die aktuelle Entwicklung bei Bayer und Volkswagen thematisiert sowie die weiteren Aussichten der besprochenen Aktien aus Anlegersicht.

Weitere Interviews mit GSC bei "DER AKTIONÄR TV" (früher: DAF) können unter dem nachfolgenden Link (http://www.deraktionaer.tv/suche.html?q=langhorst) abgerufen werden.

Alexander Langhorst

22.08.2016
15:30
 

Interview - DER AKTIONÄR TV - Halbjahresbilanzsaison 2016, Südzucker, WCM und Solarword AG

Unter dem nachfolgenden Link ( http://www.deraktionaer.tv/video/aktienexperte-langhorst-fairer-wert-bei-suedzucker-ist-20-euro-50185947.html  )  finden Sie ein aktuelles Statement von Alexander Langhorst von GSC Research in DER AKTIONÄR TV (früher DAF). In dieser Ausgabe geht es um eine aktuelle Einschätzung zur Halbjahresberichtssaison, den weiteren Impulsen für den Aktienmarkt sowie zu den Aktien von Südzucker, WCM und Solarworld und den weiteren Aussichten der besprochenen Anteilsscheine aus Anlegersicht.

Weitere Interviews mit GSC bei "DER AKTIONÄR TV" (früher: DAF) können unter dem nachfolgenden Link (http://www.deraktionaer.tv/suche.html?q=langhorst) abgerufen werden.

Alexander Langhorst

04.08.2016
16:56
 

Softship AG - Neuer Großaktionär WiseTech Global gegen Dividendenzahlungen

Schon anlässlich unserer HV-Berichterstattung im Juni 2016  hatten wir die Frage aufgeworfen ob seitens der australischen WiseTech Global zeitnah mit einem Übernahmeangebot für die Hamburger Softship AG zu rechnen ist. Ein Übernahmenangebot gibt es bis zum heutigen Tage zwar nicht, aber die Australier meldeten am Montag (01.08.) das Überschreiten der 50,01 Prozent-Beteiligungs-Schwelle.

Neben der Meldung über die Aufstockung des Anteilsbesitzes - der in der Spitze wohl zu Börsenkursen von bis zu 14 Euro geführt hatte - hat der neue Mehrheitsaktionär jedoch auch schon weitergehende strategische Aussagen getroffen. Diese befassen sich mit der künftig geplanten Dividendenpolitik. Ausweislich der nachfolgend (s.u.) wiedergegeben DGAP-Meldung heisst es u.a. "Deshalb werden wir in vorhersehbarer Zukunft die Zahlung von Dividenden nicht unterstützen."

Eine solche Aussage von einem Mehrheitsaktionär direkt bei Bekanntgabe der Beteiligungsmeldung ist schon recht außergewöhnlich und wirft naturgemäß auch Fragen auf, die sich für den außenstehenden Minderheitsakionär daraus ergeben. Insbesondere danach, ob dort möglicherweise ein detaillierterer Wissenstand als bei den übrigen Anteilseignern besteht.

Insoweit verwundert es nicht, dass sich mit Karl-Walter Freitag gestern ein Vertreter der zweit größten Aktionärsgruppe von Softship ebenfalls über DGAP (s.u.) zu Wort meldete und gegenüber Vorstand und Aufsichtsrat die klare Erwartungshaltung der außenstehenden Anteilseigner kommunizierte. So erwartet er namens der von ihm vertretenen Investoren von diesen, "daß sie sich nachteiligen, möglicherweise von Sonderinteressen gelenkten Einflussnahmen durch einzelne Aktionäre auf die derzeit sehr erfolgreiche Geschäftspolitik des Unternehmens entschieden entgegensetzen. Gleiches gilt für die Dividendenpolitik."

Die weitere Entwicklung bei Softship dürfte vor diesem Hintergrund spannend bleiben - GSC Research wird auch am Thema "dranbleiben" und weiter berichten.

Alexander Langhorst


Hier die beiden zitierten Originalmeldungen vom 01.08.2016 und 03.08.2016 im Originalwortlaut:

WiseTech Global bestätigt 50,01 % Mehrheitsbeteiligung an der Softship AG (ISIN DE0005758304)

DGAP-News: WiseTech Global / Schlagwort(e): Sonstiges

2016-08-01 / 13:26
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.


WiseTech Global bestätigt 50,01 % Mehrheitsbeteiligung an der Softship AG (ISIN DE0005758304)

WiseTech Global Limited, ein weltweit führendes Unternehmen der Logistik-Technologie, hat seine Aktienkäufe zur Erreichung der Mehrheitsbeteiligung von 50,01 % der Aktien an der Softship AG, einem führenden Anbieter von Logistiksoftware-Lösungen in der weltweiten Seefrachtindustrie, abgeschlossen.

WiseTech Global ist seit 2014 Aktionär der Softship AG und hat Vertrauen in die Gesellschaft und ihr Management. WiseTech Global bestätigt seine frühere Aussage an den Markt, dass es keinerlei Verträge bezüglich des vollständigen Erwerbs der Softship AG abgeschlossen hat.

Richard White, CEO der WiseTech Global Limited, sagte: "Wir beabsichtigen, kooperativ mit dem Management zusammenzuarbeiten, um das Unternehmen und seine Produkte weiter zu entwickeln und seinen Kunden in Zukunft noch bessere Lösungen zu liefern."

"Aus unserer Sicht hat Softship eine starke Marke mit talentiertem und sachkundigem Personal. Allerdings bemerken wir, dass traditionelle Softwareunternehmen umfassende Veränderungen durchlaufen und obwohl Softship einen bemerkenswerten Weitblick mit der Entwicklung des Cloud-basierten SAPAS Port Husbandry Produkts gezeigt hat, besteht weiterhin die Notwendigkeit für signifikante Produktinvestitionen über einen längeren Zeitraum, um langfristiges Wachstum zu generieren."

"Als langfristiger Aktionär glauben wir, dass Wachstum und höchste Produktqualität die treibenden Faktoren sein sollten, auf die sich ein im Umbruch befindendes Softwareunternehmen konzentrieren sollte. Deshalb werden wir in vorhersehbarer Zukunft die Zahlung von Dividenden nicht unterstützen."

- ENDE -

Über WiseTech Global
WiseTech Global ist ein innovativer, mehrfach preisgekrönter Entwickler von Cloud-basierten Software-Lösungen für die internationale und nationale Logistikindustrie. Seit 1994 unterstützt es Logistikunternehmen dabei, den Transport von Waren und Informationen effektiv zu verwalten. Seine führende Plattform, CargoWise One, bildet einen integralen Bestandteil in der weltweiten Versorgungskette. Mit mehr als 6.000 Kunden verteilt über 7.000 Orte in über 115 Ländern sind seine bahnbrechenden Softwarelösungen bekannt für ihre starke Produktivität, weitreichende Funktionalität, umfangreiche Integration, tiefgehenden Compliance-Fähigkeiten und ihre wahrhaft weltweite Reichweite.

WiseTech Global ist an der ASX notiert (ticker WTC)

Weitere Information über WiseTech Global finden Sie unter: www.wisetechglobal.com

Über Softship AG (SFO)
1989 in Deutschland gegründet und im Entry Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notiert, ist Softship AG ein führender Anbieter von Software-Lösungen für die internationale Linienschifffahrtsindustrie mit Büros in Hamburg, Manila, Miami und Singapur. Ihre Kunden sind weltweit operierende Unternehmen aus den Bereichen der Tiefsee-, Kurzstreckensee- und Containerschifffahrt, sowie Linienagenten und Terminalbetreiber.

Weitere Information über Softship AG finden Sie unter: www.Softship.com

Kontaktinformationen

Investor Relations
Gail Williamson +61 2 8001 2200 investor.relations@wisetechglobal.com

Media
Peter Brookes +61 2 8234 0100 pbrookes@citadelmagnus.com
Matthew Gregorowski +61 2 8234 0100 mgregorowski@citadelmagnus.com

WiseTech Global Limited
ABN 41 065 894 724

Unit 3a, 72 O'Riordan Street
Alexandria NSW 2015
Australia

2016-08-01 Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht, übermittelt durch DGAP - ein Service der EQS Group AG.
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.

und Meldung Nummer 2:

DGAP-News: Rheintex Verwaltungs AG (vormals Rheinische Textilfabriken AG gegründet 1910) / Schlagwort(e): Sonstiges

2016-08-03 / 16:12
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.

Karl-Walter Freitag bestätigt Vertretung einer Aktionärsgruppe, die mehr als 25% an der Softship AG (ISIN DE005758304) hält, und nimmt zur DGAP-News von WiseTech Global (ISIN AU000000WTC3) Stellung.

Die über DGAP-News verbreitete Nachricht der WiseTech Global Limited ("WiseTech") vom 1. August 2016, für die kein gesetzliches Erfordernis erkennbar ist, veranlaßt nachfolgende freiwillige Unterrichtung des Kapitalmarktes:

1. Karl-Walter Freitag repräsentiert nach wie vor eine auch stimmrechtlich untereinander ungebundene Gruppe freier Aktionäre, die mit mehr als 25% am Grundkapital der Softship AG beteiligt ist. Aktionäre dieser Gruppe, zu der mit über 5% die Rheintex Verwaltungs AG (vormals Rheinische Textilfabriken AG - gegründet 1910) gehört, sind teilweise seit mehr als einem Jahrzehnt der Softship AG freundlich verbunden und betrachten ihr Investment als langfristig.

2. Diese Aktionärsgruppe ist der Überzeugung, daß Softship auch ohne nähere Anbindung an WiseTech hervorragend, dividendenfähig und bestens zukunftsausgerichtet im Markt aufgestellt ist. Sie teilt die Auffassung von Richard White, dem CEO von WiseTech, daß Softship eine starke Marke mit herausragendem Personal darstellt und schließt hierbei auch ausdrücklich den Vorstand ein.

3. Für nicht akzeptabel hält die Aktionärsgruppe die Ankündigung von WiseTech wenige Stunden nach einer (knappen) Mehrheitsübernahme, "in vorhersehbarer Zukunft die Zahlung von Dividenden nicht (zu) unterstützen" (wie lange dauert für WiseTech die "vorhersehbare Zukunft"?). Eine Dividendenblockade durch WiseTech ("Null-Dividende") würde zudem voraussichtlich gegen § 254 Abs. 1 AktG verstoßen.

Zum einen sind Abschlußzahlen, die eine Beurteilung der Dividendenfähigkeit erlauben würden, nicht bekannt (es sei denn, WiseTech verfügt über Wissen, das dem Kapitalmarkt bislang vorenthalten wurde). Zum anderen hält Softship nach Auskünften in der Hauptversammlung von Juni 2016 derzeit eine Rekordliquidität aufgrund der Beteiligungsveräußerung an Airpas. Schließlich ist die Begründung von WiseTech gegen Dividendenzahlungen ("Wachstum und höchste Produktqualität") nicht nachvollziehbar. Gerade Wachstumsunternehmen mit höchster Produktqualität (im Falle Softship nach Eigenaussage bislang der "weltweit führende Anbieter von kommerzieller Software für die Linienschifffahrt", nach Aussage von WiseTech in ihrer Mitteilung jetzt nur noch "ein führender Anbieter von Software-Lösungen für die Linienschifffahrtsindustrie") sind in der Regel dividendenfähig.

Karl-Walter Freitag: "Im Juli 2016 ein Dividendenverhalten für Juni 2017 und eine unbestimmte 'vorhersehbare Zukunft' kategorisch festzuschreiben, erscheint unternehmerisch unprofessionell und wenig ambitioniert. Wenn mit der "Dividendenwarnung" von WiseTech andere Ziele und Absichten beabsichtigt waren, sollte WiseTech diese offen kommunizieren."

4. Die Aktionärsgruppe erwartet von Vorstand und Aufsichtsrat der Softship AG, daß sie sich nachteiligen, möglicherweise von Sonderinteressen gelenkten Einflussnahmen durch einzelne Aktionäre auf die derzeit sehr erfolgreiche Geschäftspolitik des Unternehmens entschieden entgegensetzen. Gleiches gilt für die Dividendenpolitik.

- ENDE -

2016-08-03 Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht, übermittelt durch DGAP - ein Service der EQS Group AG.
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.

Die DGAP Distributionsservices umfassen gesetzliche Meldepflichten, Corporate News/Finanznachrichten und Pressemitteilungen.
Medienarchiv unter www.dgap.de

 

23.07.2016
00:05
 

Deutsche Bank - Anfechtungsklagen erhoben

Wie im Bundesanzeiger vom 22. Juli 2016 veröffentlicht, wurden gegen die Beschlussfassungen der Hauptversammlung der Deutsche Bank AG verschiedene Anfechtungsklagen erhoben. Die Veröffentlichung im Originalwortlaut:

 

Deutsche Bank Aktiengesellschaft
Frankfurt am Main
Bekanntmachung gemäß § 246 Absatz 4 Satz 1 AktG

Gemäß § 246 Absatz 4 Satz 1 AktG geben wir bekannt, dass insgesamt vier Aktionäre wie folgt Anfechtungsklage (§ 246 AktG) beziehungsweise Nichtigkeitsklage (§ 249 AktG) gegen auf der ordentlichen Hauptversammlung vom 19. Mai 2016 gefasste Beschlüsse erhoben haben:

Eine Aktionärin hat Nichtigkeitsklage, hilfsweise Anfechtungsklage gegen die Beschlüsse der Hauptversammlung zu Punkt 2 (Verwendung des Bilanzgewinns), Punkt 3 (Entlastung der Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2015), Punkt 4 (Entlastung der Mitglieder des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2015) und Punkt 5 (Wahl des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2016, Zwischenabschlüsse) der Tagesordnung erhoben.

Drei Aktionäre haben Anfechtungsklage, hilfsweise Nichtigkeitsklage gegen den Beschluss der Hauptversammlung zu Punkt 10 (Beschlussfassung über die Zustimmung zu einer Vergleichsvereinbarung mit dem ehemaligen Vorstandssprecher Dr. Breuer und zu einer Vergleichsvereinbarung mit den D&O Versicherern unter Beteiligung von Herrn Dr. Breuer sowie einer ergänzenden Schiedsvereinbarung zum Deckungsvergleich) der Tagesordnung erhoben. Einer dieser drei Aktionäre hat zugleich Anfechtungsklage, hilfsweise Nichtigkeitsklage gegen die Beschlüsse der Hauptversammlung zu Punkt 3 (Entlastung der Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2016) und zu Punkt 4 (Entlastung der Mitglieder des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2016) der Tagesordnung erhoben.

Die Klagen sind vor dem Landgericht Frankfurt am Main, 5. Kammer für Handelssachen, unter den Aktenzeichen 3-05 O 153/16, 3-05 O 154/16 und 3-05 O 156/16 anhängig. Sie wurden gemäß § 246 Abs. 3 Satz 3 AktG zur gemeinsamen Verhandlung und Entscheidung verbunden, wobei das Verfahren 3-05 O 154/16 führt. Erster Termin zur mündlichen Verhandlung für die vorgenannte Rechtsstreitigkeit wurde durch Verfügung des Vorsitzenden der 5. Kammer für Handelssachen auf den 15. Dezember 2016 bestimmt.

Frankfurt am Main, im Juli 2016

Deutsche Bank Aktiengesellschaft

Der Vorstand

 

Alexander Langhorst

 

 

27.05.2016
15:13
 

Deutsche Bank Hauptversammlung - 46,4 Prozent für Sonderprüfungsantrag

Eine gewisse Aufregung war AR-Chef Paul Achleitner schon bei seiner Eröffnungsrede anzumerken mit der er die rund 5.400 in der Frankfurter Festhalle versammelten HV-Besucher begrüßte. Wie genau diese Worte einzuordnen sind - ist auch unter Teilnehmern noch etwas unklar - die Bewertungen reichen dabei von einer Rechtfertigungsrede, einer verfrühten Bewerbung für eine erneute Kandidatur zum ARV im kommenden Jahr bis hin zu einer Abschiedsrede. Achleitner verteidigte die Entscheidung den Vorstand erst im vergangenen Jahr mit der Berufung von John Cryan zum neuen CEO umgebaut zu haben, ebenso wie das Ausscheiden von Georg Thoma aus dem AR und kritisierte die teilweise heftige anonyme Kritik gegenüber dem Aufsichtsrat.

Dass die Rede offenkundig bei weitem nicht die Erwartungshaltung des Auditoriums getroffen hat, bringt die Feststellung des bekannten kritischen Aktionärs Karl-Walter Freitag aus Köln pointiert auf den Punkt, der in Richtung Achleitner feststellte - "Sie sollen hier nicht rumjammern, sondern das Unternehmen nach vorne bringen".

Das ein Neuanfang dringend nötig ist - und die Aktionäre offenkundig die Geduld insbesondere auch mit dem Aufsichtsrat verlieren - zeigen die Abstimmungsergebnisse. So kassierten Achleitner & Co. nicht nur bei dem von Kontrollgremium vorgelegten Vergütungssystem der Vorstandsmitglieder eine Abfuhr der Aktionäre, sondern sind bei einem der von der Aktionärin Lampatz gestellten Sonderprüfungsanträge nur haarscharf an einer weiteren peinlichen Schlappe vorbeigeschrammt.

Es dürfte wohl einmalig bei einer Publikumsgesellschaft aus dem DAX sein, dass 46,4 Prozent des Aktionariats für eine unabhängige Sonderprüfung zur Ermittlung und möglichen Geltendmachung von Ersatzansprüchen gegen aktuelle und frühere Organmitglieder stimmen. Ein solches Ergebnis - auch wenn es knapp die Mehrheit verfehlt hat - wird sich auf Dauer nicht ignorieren lassen und zeigt wie tief das Mißtrauen der Investoren gegenüber den Verlautbarungen der Deutschen Bank inzwischen geworden ist.

Zur Erinnerung - im vergangenen Jahr erhielten Fitschen und Jain bei der Vorstandsentlastung nur Quoten um die 60 Prozent und waren nach wenigen Wochen nicht mehr an der Spitze des Unternehmens zu halten. Alles andere als ein Vertrauensbeweis sind auch die Ergebnisse bei der Entlastung. Hier liegen die Werte der meisten Aufsichtsräte und der ausgeschiedenen Vorstände bei lediglich etwas über 86 Prozent - und damit in den meisten Fällen nochmals gut 4 Prozentpunkte unter den schon schwachen Vorjahreswerten - ein weiteres Zeichen dafür, dass die Anteilseigner ein einfaches "weiter so" nicht mehr akzeptieren wollen und werden.

Mit guten "Haltungsnoten" und einer in sehr gutem Deutsch vorgetragenen Rede überzeugte indes der neue Deutsche Bank Chef John Cryan, der nach dem Ausscheiden von Jürgen Fitschen mit Ablauf der Hauptversammlung nun den Branchenprimus alleine führen wird. Trotz der Vielzahl noch bestehender Baustellen stellte Cryan fest - der nach eigenen Angaben nicht zur Euphorie neigt - "Wir sind besser als unser Ruf. Viel besser sogar!". Zudem will er Kunden, Kapitalmärkte und Öffentlichkeit mit einer Rückbesinnung auf die Tugenden "Fleiß, Ehrlichkeit, Gründlichkeit und Vertrauen" setzen, die einst für die Deutsche Bank gestanden haben.

An diesem Punkt liegt Cryan gar nicht so weit auseinander mit Rechtsanwalt Dr. Oliver Krauß aus München, der die Sonderprüfungsanträge der Aktionärin Lampatz erläuterte und diese als notwendige Voraussetzung für einen "ehrlichen und erstgemeinten Neuanfang" bezeichnete. Anhaltenden Applaus bekam er auch für die Erinnerung an den früheren Vorstandssprecher Alfred Herrhausen und dessen Credo "Wir müssen das, was wir denken, auch sagen. Wir müssen das, was wir sagen, auch tun. Und wir müssen das, was wir tun, dann auch sein."

Vielleicht erinnern sich die aktuellen Aufsichtsräte und insbesondere auch deren Chef Achleitner auch noch eines anderen Herrhausen-Zitates, der einst treffend feststellte -"man kann auf Dauer Produkte nur verkaufen, wenn man einen guten Ruf hat" - und ziehen daraus die entsprechenden - auch persönlichen Konsequenzen um eine wirkliche Chance auf einen Neuanfang zu ermöglichen.

Alexander Langhorst

25.04.2016
12:48
 

freenet AG | der falsche Schweizer

Als die freenet AG, Büdelsdorf (ISIN: DE000A0Z2ZZ5), Ihre Beteiligung am Schweizer Mobilfunker Sunrise bekannt gab, reagierte die Börse verschnupft. Orientierungslos wirkte so mancher Marktteilnehmer und Kommentator auf deutscher, wie auf Schweizer Seite – kannte doch offenbar kaum einer den jeweils im Nachbarland aktiven Marktteilnehmer. Außerdem wurde dies- und jenseits der Grenze die Sinnhaftigkeit der Transaktion in Frage gestellt.

Bei five-alive hatten wir schon vor geraumer Zeit das Thema „freenet und die Schweiz“ beleuchtet, was u.a. auch den Lesern vonBoersengefluester.de oder FinanzNachrichten.de bei ihren Anlageentscheidungen zu Gute kam, uns aber zu anderen Konstellationen führte.

Wie schon in früheren Betrachtungen hervorgehoben, hielten wir zwar immer einen Schritt von freenet in die Schweiz für konsequent, hatten dabei aber stets die mobilezone AG im Auge gehabt, da diese inhaltlich als Retailer besser zu freenet passte, als ein reiner Mobilfunker mit eigenem Mobilfunknetz.

Aber der Reihe nach: Laut Pressemeldung vom 17.03.2016übernimmt freenet von der Beteiligungsgesellschaft CVC Capital Partners für gut 780 Mio. Schweizer Franken (ca. 717 Mio. EUR) rund 23,8 Prozent an der Sunrise Communications Group AG(Sunrise), Schweiz. Eine Option auf weitere 0,7% der Sunrise Aktien kann später eingelöst werden.

Sunrise (ISIN: CH0267291224) ist mit über drei Millionen Kunden der größte private Telekommunikationsanbieter in der Schweiz bzw. der zweitgrößte hinter der staatlich kontrollierten Swisscom. Die Marktkapitalisierung von Sunrise beläuft sich auf rund 2,5 Mrd. Euro, gegenüber 3,4 Mrd. Euro bei freenet. Zum Vergleich, die Schweizer mobilezone kommt auf nur 400 Mio. Euro.

Traumpartner aus unserer Sicht wäre die mobilezone AG (vgl.„mobilezone | die schweizer freenet?“) gewesen, da diese, wie freenet, hauptsächlich als Verkäufer von Mobilfunkverträgen anderer Netzbetreiber tätig ist, und Hardware in Sachen Smartphone und Smart-Home vertreibt.

Sunrise hingegen ist ein reiner Mobilfunkanbieter mit eigenem Mobilfunk- und Vertriebsnetz. Demnach wandelt sich freenet de facto gerade vom virtuellen zum realen Netzbetreiber. Inwiefern das gewollt ist, bleibt abzuwarten. Bisher gibt freenet jedenfalls rein finanzielle Gründe für den Einstieg bei Sunrise an.

Sunrise soll Stärkung für EBITDA und Free Cash-Flow bringen – das sieht der Markt aber offensichtlich anders, zumal es andere Wege zu diesem Ziel gegeben hätte. Investoren fürchten jetzt eher, das im Gegenteil, die Finanzierung der Sunrise-Beteiligung den finanziellen Spielraum einengen wird und die Möglichkeit für weiter steigende Dividenden einengt. Diese Sichtweise, und die Irritationen rund um die Strategie dürften die Ursachen für den jüngsten Kursrutsch gewesen sein.

Ob freenet wirklich ein eigenes Mobilfunknetz betreiben möchte bleibt vorerst offen. Zwar wurde schon beim Zusammenschluss von ePlus und Okolportiert, freenet hätte es verschlafen, sich um die frei werdenden Netzteile von O2 zu bewerben, welche der Telefonica-Ableger im Rahmen der Fusion abgeben musste. Nachweisen ließ sich dies jedoch nie. Vielleicht war es wirklich reines Desinteresse. Die Mobilfunklizenzen landeten dann bekanntlich bei Rivalen Drillisch.

Eine andere Lesart der Transaktion brachte die Neue Zürcher Zeitung (NZZ) ins Spiel. Demnach könnte freenet nur am Vertriebsnetz der Schweizer interessiert sein und würde das Mobilfunknetz später z.B. an den Schweizer Kabelbetreiber UPC Cablecom weitergeben, was auch die Aufsichtsbehörden begrüßen dürften, blieben in diesem Falle doch drei Mobilefunkanbieter am Schweizer Markt erhalten.

freenet selber würde dann über das Sunrise-Vertriebsnetz seine Smart-Home und Samrtphone Produkte vertreiben, vielleicht auch als Verkäufer von Mobilfunkverträgen für die Schweizer Mobilfunknetzbetreiber agieren, und somit in direkten Konkurrenz zur Schweizer mobilezone treten, welche derzeit den Schweizer Markt dominiert. Schade nur, dass Christoph Vilanek, CEO der freenet AG, „Spekulationen, Sunrise könnte ihr Mobilfunknetz verkaufen und damit künftig ein ähnliches Geschäftsmodell verfolgen wie der neue Großaktionär“ nicht kommentieren wollte, wie „Finanz und Wirtschaft“ schreibt. Allerdings sieht Vilanek im selben Interview „…noch Potenzial auf der Vertriebsseite», was wieder Raum für obige Spekulationen lässt.

Insofern bleibt die Frage, ob sich ein Engagement bei mobilezone, wie von five-alive favorisiert, für freenet aus strategischer Sicht nicht eher gelohnt hätte. Aus finanzieller Sicht auf alle Fälle, denn mit 400 Mio. Euro Marktkapitalisierung wäre mobilezone als Ganzes nur halb so teuer gewesen, wie ein Viertel von Sunrise.

Letztendlich könnte jetzt aber United Internet noch den mobilezone Joker spielen und ebenfalls den Schweizer Markt für sich entdecken. Bisher ist die freenet AG aber „allein“ in der Schweiz und hat dort gerade ihren Einfluss durch den Einzug von freenet-CEO Christoph Vilanek und Finanzchef Joachim Preisig in den Sunrise Verwaltungsrat manifestiert.

Bleibt festzustellen, dass aus unserer Sicht seitens freenet etwas wenig Investor Relations betrieben wird, um den Kurs der Aktie zu stützen oder wenigstens die umstrittene Sunrise Beteiligung am Kapitalmarkt besser zu erklären. Denn egal ob renditeträchtiges Finanzinvestment oder Expansion in die Schweiz – die Verunsicherung ist nachvollziehbar, der Kursabschlag aber aus unserer Sicht klar überzogen, da beides mittelfristig Früchte tragen sollte.

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Karsten Koos ist Vorstand der five-alive AG, Social Trader auf wikifolio.com und über das Family Office "five-alive" Anteilseigner der GSC Holding AG.

Der hier angebotene Beitrag dient ausschließlich der Information und stellen keine Kauf- bzw. Verkaufsempfehlungen dar. Er ist weder explizit noch implizit als Zusicherung einer bestimmten Kursentwicklung der genannten Finanzinstrumente oder als Handlungsaufforderung zu verstehen. Der Erwerb von Wertpapieren birgt Risiken, die zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die Informationen ersetzen keine, auf die individuellen Bedürfnisse ausgerichtete, fachkundige Anlageberatung. Eine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden wird weder ausdrücklich noch stillschweigend übernommen.

Der Autor, oder ihm nahestehende Personen oder Institutionen halten derzeit Aktien der oben genannten Unternehmen oder planen ggf. entsprechende Transaktionen in den nächsten 48 Stunden.

06.04.2016
16:06
 

GoingPublic | Sondereffekt erhöht Gewinn und Dividende

Die GoingPublic Media AG, München, veröffentlicht anlässlich der 58. m:accessAnalystenkonferenz am 17.03.2016 ihre vorläufigen Zahlen zum Geschäftsjahr 2015. Während der Umsatz um 5,5 Prozent auf 2,77 Mio. Euro zulegte, stieg das Ergebnis auf Ebene EBITDA in der AG um stolze 56 Prozent, von 150 TEUR in 2014 auf 234 TEUR im Geschäftsjahr 2015. Der Jahresüberschuss stieg im selben Zeitraum von 27 TEUR auf 124 TEUR in der AG.

Da die einzelnen Publikationen bzw. Konzerntöchter wie Smart Investor Media GmbH (Beteiligungsquote: 90%), oder die „DIE STIFTUNG“ Media GmbH (Beteiligungsquote: 100%) rückläufige Gewinne, respektive sogar Verluste ausweisen, kann man davon ausgehen, dass der kräftige Gewinnanstieg in der AG auf einen Sondereffekt aus dem Verkauf der BondGuide Media GmbHzurückzuführen ist, zu dessen Verkaufserlösen seinerzeit keine Angaben gemacht wurden (s. Blogbeitrag v. 10.02.2016).

Im Einzelnen wurde für die Smart Investor Media GmbH ein Umsatzanstieg von 3,6 Prozent auf 740 TEUR und ein rückläufiger Jahresüberschuss vor Steuern von 101 TEUR (Vj. 113 TEUR) gemeldet. Die „DIE STIFTUNG“ Media GmbH musste erstmals, bedingt durch einen zehnprozentigen Umsatzrückgang auf rund 780 TEUR, einen Verlust in Höhe von 18 TEUR (Vj. +93 TEUR) hinnehmen.

Das Konzernergebnis konnte bei nahezu gleichbleibenden Umsätzen von ca. 4.2 Mio. Euro, entsprechend der GoingPublic Meida AG auch auf Konzernebene kräftig zulegen und wird mit 124 TEUR (Vj. 19 TEUR) ausgewiesen. Die liquiden Mittel beliefen sich zum Bilanzstichtag laut GoingPublic auf 580 TEUR deutlich unter den Vorjahreswert von 647 TEUR. Der Vorstand schlägt trotz rückläufiger Barmittel eine Dividendenerhöhung um 50% von 0,10 auf 0,15 Euro vor. Das entspricht beim derzeitigen Kurs von rund 3,00 Euro einer Dividendenrendite von satten fünf Prozent.

Dass die Dividende nicht schon im Vorjahr höher ausfiel, war der kaufmännischen Vorsicht geschuldet. Die Motivation für die anstehende Dividendenerhöhung dürfte u.a. in der Umstrukturierung des Aktionariats der GoingPublic Media AG liegen. Immerhin hat der Vorstand und Gründer, Markus Rieger, in 2015 sich erneut zum Unternehmen bekannt und in erheblichen Umfang die Aktien des ausgeschiedenen Aufsichtsrates und Großaktionärs Falk Strascheg übernommen, so dass sich sein Anteil an der GoingPublic AG auf 37,8% erhöhte. Das möchte finanziert, oder zumindest angemessen verzinst werden. Wirtschaftlich gesehen ist die Dividendenerhöhung auf dann 135.000 Euro unproblematisch bei einem Gewinn in der AG von 234.000 Euro und Barmittel von 647.000 Euro, und dürfte bei gleichbleibender Geschäftsentwicklung auch ohne Sondereffekte im kommenden Jahr auf mindestens diesem Niveau zu halten sein.

Das nicht mehr ausgeschüttet wird, erklärt sich mit der tendenziell expansiv ausgerichteten Unternehmensstrategie bei GoingPublic. Sofern sich Möglichkeiten bieten, die strukturell, inhaltlich und preislich passen, ist man in München auch gewillt, Geld in die Hand zu nehmen und die Weiterentwicklung der GoingPublic Gruppe voranzutreiben. Beleg dafür ist der Erwerb der „Zeitschrift für Familienunternehmen und Stiftungen“ (FuS) vom Bundesanzeiger Verlag, welcher den Geschäftsbereich „Unternehmeredition“ bei GoingPublic stärken soll. Herausgeber bleibt die Kanzlei Hennerkes, Kirchdörfer & Lorz aus Stuttgart. Ein entsprechender Kooperationsvertrag wurde geschlossen.

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Karsten Koos ist Vorstand der five-alive AG, Social Trader auf wikifolio.com und über das Family Office "five-alive" Anteilseigner der GSC Holding AG.

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Der Autor, oder ihm nahestehende Personen oder Institutionen halten derzeit Aktien der oben genannten Unternehmen oder planen ggf. entsprechende Transaktionen.

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